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06.12.2018

Dankeschönveranstaltung zum Landkreisjubiläum mit Würdigung des kommunalen Engagements

25 Jahre Landkreis Elbe-Elster und Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember gefeiert

Landrat Christian Heinrich-Jaschinski: »Lassen Sie uns unseren Weg in großer Gemeinsamkeit fortsetzen mit dem klaren Ziel: Zukunft aus eigener Kraft für uns in Elbe-Elster. Ich freue mich auf den gemeinsamen Weg mit Ihnen.«

Zum 25 jährigen Bestehen des Landkreises Elbe-Elster hatte sich die Kreisverwaltung etwas Besonderes ausgedacht. Sie hat zum 5. Dezember, gleichzeitig Tag des Ehrenamtes, alle diejenigen zu einer Dankeschönveranstaltung eingeladen, die sich in den Gemeinden und Städten ehrenamtlich um die Geschicke ihrer Kommune sorgen. Manche auch schon 25 Jahre lang. Landrat Christian Heinrich-Jaschinski warf in seiner Festansprache einen Blick zurück in die bewegte Geschichte und erinnerte stolz daran, dass die Entwicklung der Städte und Dörfer eine Erfolgsgeschichte ist, eine, die für alle sichtbar ist. Mit den Kommunalwahlen am 5. Dezember 1993, auf dem Tag war es genau 25 Jahre her, dass sich die drei Altkreise Finsterwalde, Bad Liebenwerda und Herzberg zum gemeinsamen Landkreis Elbe-Elster zusammenschlossen. 25 Jahre gemeinsame Wegstrecke, das wird auch 2019 ein Grund sein, bei verschiedenen Veranstaltungen ein wenig zu feiern und zurückzuschauen. Für Landrat Christian Heinrich-Jaschinski ist Elbe-Elster deshalb ein Landkreis, der seine traditionellen Stärken nutzt – selbstbewusst, fantasievoll, innovativ. Ein Landkreis, mit Mut zu unkonventionellen Lösungen besitzt und Freiraum für Ideen bei vielen Themen entwickelt. Man sei erfolgreich und ihm ist wichtig, dass: „wir auf diesem Weg gemeinsam weitergehen, denn in den vergangenen 25 Jahren sind wir wirklich gut aus eigener Kraft vorangekommen. Wer die Augen nicht verschließt, sieht, dass sich Elbe-Elster gut oder sogar sehr gut entwickelt hat.“ Tradition und Wandel haben den Landkreis auf dieser Wegstrecke begleitet. Die F60 als Wahrzeichen und Besuchermagnet in einem, Industriedenkmal und Brücke in die touristische Zukunft am Bergheider See, symbolisiert das auf ihre Weise. Sie zeigt, so der Landrat „Wenn wir das, was wir haben, klug einsetzen und dazu Neues wagen, können wir Außergewöhnliches erreichen.

Kreistagsvorsitzender Thomas Lehmann: »Der 5. Dezember ist der Geburtstag des Landkreises, er steht aber auch für den Tag des Ehrenamtes. Ein riesen Dankeschön an alle Abgeordneten des Kreistages und in den Stadt-, Gemeinde- und Ortsvertretungen

Das ist ein großes Glück, denn das gibt viele schöne Bilder. Bilder die neugierig machen, auf das, was dahinter steckt, auf Architektur und Industriegeschichte, auf Erzählungen von Menschen, auf Kultur, auf den Landkreis, in dem solche Bilder entstehen. Das wollen wir auch in Zukunft für unsere Weiterentwicklung nutzen.“ Landrat Christian Heinrich-Jaschinski sah ein großen Teil des Gelingens in den Kommunen und diejenigen, die sie vertreten. „Es gibt unzählige Kommunalpolitiker die abends, nach einem Achtstundentag, nicht vor dem Fernseher ins Sofa sinken, sondern ins Gemeindeparlament gehen und über die Umgehungsstraße diskutieren – und das noch mit der Gefahr, dass sie am Samstagmorgen beim Brötchenholen dafür rüde Kommentare einstecken müssen. Ihnen allen will ich den Rücken stärken: Was Sie tun, das ist nicht Glamour und Cocktail, sondern das ist das Brot-und-Butter-Geschäft der Demokratie. Das macht nicht immer Spaß, aber eines kann ich Ihnen versichern: Auf Cocktails kann man verzichten, aber ohne Sie alle geht es nicht.“ Die Kommunen sind so etwas wie der Heimathafen unserer Demokratie. Auch im Landkreis Elbe-Elster ist das seit 25 Jahren gelebte Realität, und dafür sorgen alle kommunalpolitisch Engagierten, ob nun haupt- oder ehrenamtlich. Jede und jeder vertritt ein paar Dutzend oder ein paar tausend Bürger. Sie sind keine Erwählten, sie sind Gewählte. Sie sind auf Zeit mit einem demokratischen Auftrag ausgestattet. Etliche von Ihnen sind zum zweiten, manche schon zum dritten Mal gewählt worden. Viele Menschen vertrauen ihnen, denn die Abgeordneten versehen nicht einfach nur Ihr Amt, sie kennen die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger und setzen sich für deren Belange ein. Sie sind nah bei den Menschen, immer ansprechbar für jedermann.

Rund 320 Abgeordnete des Kreistages, der Stadt-, Gemeinde- und Ortsvertretungen wurde am 5. Dezember in der Stadthalle Doberlug-Kirchhain für ihr kommunales Engagement gedankt.

Und sie wissen natürlich auch, dass viele Entwicklungen der sogenannten „großen Politik“ irgendwann Auswirkungen bis hinein in die kleinste Kommune haben. Im Land ist deutlich ein Unbehagen zu spüren. Das Gefühl der Unsicherheit oder der Ungewissheit bei so vielen Themen: Schulden und Renten, Freihandel und europäische Einigung, Flucht und Einwanderung, Terrorismus und Kriege im Osten und im Nahen Osten. Das alles verbindet sich mancherorts zu einer brisanten Mischung. Plötzlich fliegen Streitworte immer schneller hin und her, in der Bürgerversammlung genauso wie am Abendbrottisch oder an der Theke. Kommunalpolitiker kennen die ganze Bandbreite von Meinungen und Haltungen, von „Da müssen wir doch was machen!“ Es ist für Ehrenamtler nicht einfach, sich inmitten der Unübersichtlichkeit der Verhältnisse politisch zu orientieren und sich nicht hinreißen zu lassen zu schnellen, einfachen Antworten. Unterschiedliche Einschätzungen gehen zurzeit quer durch die Parteien, genauso wie mitten durch Familien und Freundeskreise.

Für Kurzweil an diesem Abend sorgten neben dem Cello-Quartett der Kreismusikschule »Gebrüder Graun« auch die etwas angegrauten Überkopffiguren Debbsch & Leppsch für Unterhaltung. Zum einen für künstlerische, zum anderen für humoristische.

Selbst der Einzelne ist manchmal in sich gespalten und vertritt überraschende Meinungsmischungen. Sich dessen bewusst war es auch deshalb an der Zeit mit einer Feierstunde Danke zu sagen und das kommunale Engagement zu würdigen. Rund 320 Kommunalpolitiker folgten der Einladung und strömten zum Geburtstag des Landkreises, der gleichzeitig zu ihrem Ehrentag erhoben wurde.

 

 

 

 

Foto PI Dankeschönveranstaltung 3

Anlässlich des Landkreiskreisgeburtstages konnte Jürgen Riecke als Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Elbe-Elster einen Bewilligungsbescheid der Ostdeutschen Sparkassenstiftung an Landrat Christian Heinrich-Jaschinski übergeben. Dieser sichert die finanzielle Unterstützung zum Aufbau einer ständigen Ausstellung mit Objekten des Kunstinventars des ostpreußischen Schlosses Dohna-Schlobitten im Museum Doberlug zu.

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