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Futternutzung ökologischer Vorrangflächen mit Zwischenfrüchten und Gründecke 2018 aufgrund der Trockenheit

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der damit verbundenen Futterknappheit ist durch den Gesetzgeber vorgesehen, in diesem Jahr eine Nutzung von ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) mit Zwischenfrüchten oder Gründecke bzw. Untersaaten zur Futtergewinnung zuzulassen (Änderungsverordnung zur Direktzahlungen-Durchführungsverordnung und zur Agrarzahlungen-Verpflichtungenverordnung vom 27. September 2018).

Der Aufwuchs kann sowohl während als auch nach dem Mindestzeitraum, während dem die Zwischenfrüchte, Gründecke oder Untersaat auf der Fläche verbleiben müssen, genutzt werden, sofern genug Vegetation auf der Fläche für Kontrollzwecke verbleibt (z.B. ein Wurzelsystem). Dies schließt die Beweidung durch Rinder oder Pferde ein.

Die Inanspruchnahme der Ausnahmeregelung ist nicht auf tierhaltende Betriebe beschränkt. Einschränkungen bei der Futterverwendung sieht die Änderungsverordnung nicht vor. Im Rahmen der Nachbarschaftshilfe können somit nichttierhaltende Betriebe den Aufwuchs ihrer ÖVF-Zwischenfruchtflächen tierhaltenden Betrieben zur Verfügung stellen. Auch ein Verkauf des Futters wäre möglich. Eine Nutzung des Aufwuchses von diesen Flächen in Biogasanlagen ist ausgeschlossen.

Regelung in Brandenburg:

Die Umsetzung der Ausnahmeregelung in Brandenburg sieht eine Allgemeinverfügung vor. Betriebsinhaber, die von der Regelung Gebrauch machen wollen, haben dies der zuständigen Landwirtschaftsbehörde mindestens 3 Werktage vor der geplanten Nutzung der ÖVF-Zwischenfruchtflächen schlagbezogen anzuzeigen. Da die Allgemeinverfügung erst nach dem Tag der Bekanntmachung im Amtsblatt wirksam wird, ist es Betrieben möglich, vor Inkrafttreten der Änderungsverordnung im Einzelfall Anträge nach § 31 Absatz 4 Direktzahlungen-Durchführungsverordnung bei ihrer zuständigen Bewilligungsbehörde zu stellen.

Für Ökologische Vorrangflächen mit Zwischenfrüchten, Gründecke oder Untersaaten musste die Aussaat bis 01.10.2018 erfolgen. Für den Fall, dass sich aufgrund der Trockenheit der vergangenen Wochen kein ausreichender Bestand etablieren konnte, sei hier darauf hingewiesen, dass dies als Fall höherer Gewalt/außergewöhnlicher Umstände angesehen werden kann und dies durch den Landwirt schriftlich innerhalb von fünfzehn Arbeitstagen bei der zuständigen Landwirtschaftsbehörde anzuzeigen ist. Auch für den Fall, dass keine rechtzeitige Aussaat (vor Ablauf des 01. Oktober) aufgrund höherer Gewalt/außergewöhnlicher Umstände möglich war, ist dies durch den Landwirt innerhalb der o. g. Frist anzuzeigen. In diesem Fall ist die Aussaat auch nach dem 01. Oktober erforderlich. Erfolgt keine Anzeige, ist keine Anerkennung der Fläche als ÖVF möglich. Die entsprechenden Nachweise über die erfolgte Aussaat (Auszug Ackerschlagkartei, Saatgutrechnung, Saatgutetiketten) sind vom Landwirt vorzuhalten und im Fall einer Vor-Ort-Kontrolle vorzulegen.

Das Antragsformular zur Futternutzung ökologischer Vorrangflächen mit Zwischenfrüchten und Gründecke ist auf der Seite des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft zu finden:

Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft

Kontakt


Herr Holger Fränkel

Pressestelle
SB Medienservice
Ludwig-Jahn-Straße 2
04916 Herzberg (Elster)
Telefon: 03535 46-1243
Fax: 03535 46-1239
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