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21.09.2018

Landkreis präsentierte „Elektromobilität“ auf dem Verkehrsübungsplatz in Massen

Klimafreundliche Mobilität im ländlichen Raum in Theorie und Praxis vorgestellt

Stolz präsentierten Landrat Christian Heinrich-Jaschinski und Amtsdirektor Gottfried Richter die Anfänge der Elektromobilität der Region Elbe-Elster: das legendäre 1978 in Finsterwalde bzw. Massen hergestellte Elektroauto »Elsist«.

Das Potenzial von Elektromobilität wurde bisher vor allem in größeren Städten und Ballungsräumen gesehen, wo es ohnehin ein gutes Angebot an Öffentlichem Verkehr, Radfahranlagen und Carsharing gibt. Doch gerade für den ländlichen Raum, wo es weniger Öffentlichen Nahverkehr gibt, birgt Elektro-Mobilität neue Chancen in Sachen klimafreundlicher und kostengünstiger Mobilität. Aus diesem Grund bereitete der Landkreis Elbe-Elster und sein Klimaschutzmanager Kurt Seidel von der Stabstelle Kreisentwicklung einen ersten Tag der „Elektromobilität“ auf dem Verkehrsübungsplatz der Kreisverkehrswacht Elbe-Elster in Massen vor. Fachliche Unterstützung bekam er von der team red Akademie gGmbH beim Veranstaltungsmanagement. Regionale und überregionale Unternehmen präsentierten am 20. September Elektrofahrzeuge, Dienstleistungen rund um die E-Mobilität, Ladeinfrastruktur und Speichertechnologien und standen für Fragen der Besucher bereit. Viele Gäste aus Kommunalpolitik, Gewerbe, Dienstleistungen, Wohnungswirtschaft und interessierte Bürger zog es auch zum begleitenden Vortragsprogramm in der Kröger Gesundheitspassage. Der Gastgeber, die Kreisverkehrswacht Elbe-Elster e.V., machte zudem interessante Angebote rund ums Mobilsein, wie Reaktionstests, Sehtests oder die Simulation mit Rauschbrillen. Erstes Fazit: Moderne Elektro-Fahrzeuge können Gehen, Radfahren und Öffentlichen Nahverkehr gut ergänzen.

Das innovative Elektrofahrzeug des wissenschaftlichen Teams »Lausitz Dynamics« der BTU Cottbus-Senftenberg. Es gilt als sogenanntes experimentelles Elektro-Fahrzeug für Forschungszwecke.

Sie bieten sich auch als Zubringer zum Öffentlichen Verkehr an. Elektro-Rollstühle sind lange bekannt. Der Mobilitätstag zeigte deshalb besonders, was Elektromobilität für den ländlichen Raum bedeuten kann. Der Großteil der zurückgelegten Strecken ist auch im Landkreis Elbe-Elster kurz genug, um problemlos mit Elektro-Fahrrädern, E-Mopeds oder E-Autos zurückgelegt zu werden. Die reinen Elektro-Fahrzeuge der ersten Generation kommen etwa 100 bis 200 Kilometer weit – und sind damit für den überwiegenden Teil der Autofahrten bestens geeignet. Doch die Batteriekapazität legt stetig zu, die Ladezeiten verkürzen sich enorm, die Batteriepreise hingegen nehmen ab. Dadurch gewinnt auch das Thema Elektromobilität neue Dynamik. Das Angebot an Fahrzeugen reicht heute vom Klein- bis zum Sportwagen. Der Landkreis Elbe-Elster legte dabei seit der Weltausstellung in Hannover im Jahr 2000 als Klimaschutzregion mit ausgewählten Projekten vor. Mit „Klimaschutz ist eine Kunst“, „Klimateller regional genial“ wurde unsere Region deutschlandweit bekannt.

Fachsimpeln über den Toyota Mirai, der mit Brennstoffzellen, also mit Wasserstoff fährt.

Derzeit steht die Umsetzung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes im Mittelpunkt, wobei der Sektor Mobilität von großer Bedeutung ist. So stellte bei der Eröffnung Landrat Christian Heinrich-Jaschinski klar: „Der Ersatz von Autos mit herkömmlichen Antrieb durch Elektro-Fahrzeuge kann unsere Mobilität umweltverträglicher machen, wenn der dafür aufgewendete Strom aus erneuerbaren Energieträgern kommt, was im Landkreis Elbe-Elster und im Land Brandenburg bilanziell im Überfluss vorhanden ist.“ Er wusste auch: „Inzwischen gibt es mehr als 50 verschiedene Modelle auf dem Markt, mehr als 200 weitere sind in den kommenden drei Jahren im Zulauf. Elektrofahrzeuge sind lokal emissionsfrei. In der Gesamtbilanz verursachen sie weniger CO2- Emissionen als vergleichbare konventionelle Fahrzeuge und leisten so einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Elektromobilität ist ein Teil der weltweiten Mobilitätswende und zugleich ein Treiber für die Wirtschaft.“ Nicht nur im Markt der privaten Pkw nimmt der Verkauf von E-Autos mit neuen Modellen Fahrt auf. Auch im gewerblichen Sektor bewegt sich einiges. Bestes Beispiel: Die Deutsche Post stellt seit 2016 ihren Fuhrpark für die Paketauslieferung sukzessive von Diesel- auf Elektroantriebe um. So war man an diesem ersten Elektromobilitätstag des Landkreises stolz, auch das erste weltweit in Großserie hergestellte Auto vorzustellen, welches mit Brennstoffzelle, also mit Wasserstoff fährt; den Toyota Mirai. Doch auch die Theorie bot spannende Einsichten.

Eine Straße der »Elektromobilität« auf dem Verkehrsübungsplatz in Massen

Parallel zur Fahrzeugschau gab es im Atrium der benachbarten Gesundheitspassage der Medizintechnik & Sanitätshaus Harald Kröger GmbH in der Hertzstraße ein umfangreiches Vortragsprogramm. So berichtete Gottfried Richter, Amtsdirektor im Amt Kleine Elster, über seine Erfahrungen mit den Elektrofahrzeugen im Fuhrpark des Amtes Kleine Elster. Experten stellten moderne Ladeinfrastruktur vor. Weitere Schwerpunkte waren Erfahrungsberichte und Fachvorträge namhafter Referenten über Mobilitätskonzepte im ländlichen Raum am Beispiel der Barnimer Feldmark, über aktuelle Förderprogramme, über Wege zur nachhaltigen Mobilität mit Antriebstechnologien der Zukunft: von der Hybridisierung bis zur Brennstoffzelle, über Sicherheitsaspekte bei Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen, externer Aufladung und Wasserstoffbetankung sowie Gefahren durch Batterien, Gefährdungen für die Löschkräfte und die richtige Taktik im Havariefall.

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