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09.08.2018

Grabmahl in Altenau mit Landkreismitteln instand gesetzt

Landrat würdigte ehrenamtliches Engagement für Erhalt von Kriegsgräbern
Landrat Christian Heinrich-Jaschinski und Ortsvorsteher Jörg Fabian besuchten zusammen mit Helga Kandale sowie Florian Pinkawa, Dualer Student beim Landkreis, und Ingrid Heide (Stadt Mühlberg, v.l.n.r.) die Grabstelle in Altenau.

In seiner Funktion als Vorsitzender des Kreisverbandes des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge besucht Landrat Christian Heinrich-Jaschinski regelmäßig Kriegsgräberstätten im Landkreis. Bei seiner Visite in Mühlberg am 28. März 2017 wurde über die Instandsetzung des Kriegsgrabes auf dem kirchlichen Friedhof in Altenau, einem Ortsteil der Stadt Mühlberg, gesprochen. Hier ruhen Erich Kappen, geb. 24. Mai 1922, gest. am 8. Mai 1945 und ein unbekannter Toter, der am gleichen Tag gestorben war, in einem Doppelgrab direkt am Friedhofseingang. Auf dem Kreuz der Grabstelle steht die Bemerkung „sein Kamerad“. Der Ortschronist Claus-Peter Grobe hatte sich sehr für die Instandsetzung eingesetzt. Nun ist das Kriegsgrab mit Mitteln aus der Pflege-und Instandsetzungspauschale des Landkreises in Höhe von 1.420,00 Euro wieder hergestellt worden.

Im Landkreis Elbe-Elster koordiniert die Kreisverwaltung den Geldeinsatz für die Pflege und den Erhalt von Kriegsgräberstätten. Über 70.000 Euro stehen dafür jährlich zur Verfügung. Die Arbeiten werden von den Kommunen bzw. von den Friedhofsträgern vor Ort geleistet. Das Grab in Altenau wird von Helga Kandale gepflegt. Am 8. August 2018 besuchten Landrat Christian Heinrich-Jaschinski, Ortsvorsteher Jörg Fabian und Helga Kandale zusammen mit Ingrid Heide von der Stadtverwaltung Mühlberg die Grabstelle. Alle waren sehr zufrieden mit der Instandsetzung, die dem Grabmahl wieder ein würdiges Aussehen gibt. Der Landrat lobte dabei das Engagement der Kommunen vor Ort und das Wirken des Volksbundes, der einen unverzichtbaren Beitrag dafür leiste, dass das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gepflegt wird. „Der Wert des ehrenamtlichen Einsatzes der Helfer kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Viele Menschen wissen gar nicht, dass der Volksbund mit der Pflege der Kriegsgräber – stellvertretend für die Bundesregierung – einen staatlichen Auftrag wahrnimmt“, sagte der Landrat.

Im Landkreis sind derzeit mehr als 2.594 Einzelgräber und zwölf Sammelgrabflächen sogenannter Kriegsgräberstätten in 51 Orten erfasst, die nach dem Gräbergesetz des Bundes durch die Gemeinden dauerhaft zu erhalten und zu pflegen sind. Die genaue Zahl der in diesen Gräbern Bestatteten lässt sich nur schätzen; sie dürfte bei mehr als 12.000 Toten liegen.

© 2018, Landkreis Elbe-Elster