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14.11.2022

28. Heimatkundetag zu Gast im Kino Weltspiegel Finsterwalde

99 Gäste erlebten unterhaltsame Stunden mit Filmzeugnissen aus Elbe-Elster
Babette Weber, Leiterin des Museumsverbundes Elbe-Elster, begrüßte 99 Besucher zum 28. Heimatkundetag des Landkreises Elbe-Elster im Kino Weltspiegel in Finsterwalde.

Babette Weber, Leiterin des Museumsverbundes Elbe-Elster, begrüßte 99 Besucher zum 28. Heimatkundetag des Landkreises Elbe-Elster im Kino Weltspiegel in Finsterwalde.
© Pressestelle Kreisverwaltung/ Torsten Hoffgaard
Der 28. Heimatkundetag des Landkreises Elbe-Elster lockte am 12. November an einen ganz besonderen Ort: das Kino Weltspiegel in Finsterwalde. Das Filmtheater ist in diesem Jahr 110 Jahre alt geworden. Für das traditionelle heimatkundliche Symposium öffnete es die Türen seines kleinen Kinosaals. 99 Heimatfreunde und Geschichtsenthusiasten erlebten so an diesem Tag unterhaltsame Stunden mit Filmzeugnissen aus Elbe-Elster, die von den Referenten fachkundig kommentiert und eingeordnet wurden.
Passend zum Ort stand die Veranstaltung des Sachgebiets Kultur und Partnerschaften des Landkreises und des Museumsverbunds Elbe-Elster in diesem Jahr unter dem Titel „Elbe-Elster vor (und hinter) der Kamera“. Die Kinobesucher begaben sich an diesem Sonnabend auf eine Zeitreise, denn die gezeigten Filmbeiträge, egal ob professionell oder von Amateuren erstellt, spiegelten Alltagssituationen in den vergangenen 100 Jahren wider. Die Aufnahmen zeigten nebenbei wechselnde Antlitze der Städte und Dörfer.
Dr. Rainer Ernst blickte in seinen Ausführungen zu Filmaufnahmen aus dem Jahr 1936 zurück auf die damalige 600-Jahr-Feier der Stadt Finsterwalde.

Dr. Rainer Ernst blickte in seinen Ausführungen zu Filmaufnahmen aus dem Jahr 1936 zurück auf die damalige 600-Jahr-Feier der Stadt Finsterwalde.
© Pressestelle Kreisverwaltung/ Torsten Hoffgaard
Bewegte Bilder wirken und gehören zu den fesselndsten Quellen der Geschichte. Apelle der NSDAP in den Städten des Elbe Elster-Landes, Fahnenmeere, Menschen wie du und ich – authentischer lässt sich Geschichte nicht erleben als durch das Auge der Filmemacher. Die ältesten Aufnahmen, die beim Heimatkundetag gezeigt wurden, stammten aus dem Jahr 1936. Die Stadt Finsterwalde feierte damals ihren 600. Geburtstag. Vorgestellt und kommentiert wurde das Stadtjubiläum von Dr. Rainer Ernst.
Bis auf den letzten Platz ausgebucht war das Kino Weltspiegel in Finsterwalde zum 28. Heimatkundetag des Landkreises Elbe-Elster. 99 Gäste erlebten unterhaltsame Stunden mit Filmzeugnissen aus Elbe-Elster.

Bis auf den letzten Platz ausgebucht war das Kino Weltspiegel in Finsterwalde zum 28. Heimatkundetag des Landkreises Elbe-Elster. 99 Gäste erlebten unterhaltsame Stunden mit Filmzeugnissen aus Elbe-Elster.
© Pressestelle Kreisverwaltung/ Torsten Hoffgaard
Martina Pöschl zeigte historische Aufnahmen des Mühlberger Heimatfestes 1939. Regina Nauck und Stephanie Kammer erinnerten mit Amateuraufnahmen der 1960er Jahre an den Beilroder Landarzt Friedrich Rolle, der auch Dörfer des heutigen Landkreises Elbe-Elster medizinisch versorgte. Ebenfalls aus den 1960er Jahren stammen Aufnahmen aus dem Schloss Doberlug, die den damaligen NVA-Kasernenalltag illustrieren und von Dr. Torsten Lehmann vorgestellt wurden. Der Bad Liebenwerdaer Manfred Hennig, dessen Amateurfilme mehrfach mit Preisen ausgezeichnet wurden, steuerte nicht nur zwei Minutenfilme bei, sondern sorgte mit „Die Messlatte des Robert Reiss“ auch für eine Uraufführung im Elbe-Elster-Land. Abschließend lud die Inhaberfamilie Siegert alle Teilnehmer des Kreisheimatkundetages zu einer Führung durch das Kino Weltspiegel ein, das seit über einem Jahrhundert selbst eine regionale Landmarke der Filmgeschichte ist.
In dem Gebäude in der Karl-Marx-Straße 8 in Finsterwalde liegt die Geschichte im Sinne des Wortes in Schichten übereinander. Die ursprüngliche Jugendstil-Fassade des Jahres 1912 wurde 1926 mit einer Bauhaus-Fassade überbaut. Diese wiederum wurde 1972 mit der noch heute sichtbaren Fassade im Stil der DDR-Moderne überblendet. An manchen Stellen des Hauses sind diese drei übereinander gelegten Fassaden sogar noch erhalten. Das erzählt nicht nur die Baugeschichte des Hauses. Es ist auch ein schönes Sinnbild für die Arbeit der Regionalgeschichtsforscher. Schicht um Schicht arbeiten sie sich durch Zeitzeugnisse, gewinnen dabei neue, interessante Erkenntnisse und helfen, unsere Kulturlandschaft besser zu verstehen.

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