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Nachlese zur 8. Info-Veranstaltung zum Klimaschutz "Klimabilanzierung und Netzwerke für Unternehmen und Regionen"


Nach langer coronabedingter Zwangspause konnte die 8. Info-Veranstaltung zum Klimaschutz am 29. März wieder größtenteils als Präsenzveranstaltung im Drandorfhof in Schlieben stattfinden. Insgesamt mehr als fünfzig Teilnehmende (zur Hälfte vor Ort, zur Hälfte online) nutzten diese Gelegenheit.
Die Veranstaltung war Teil der Workshop-Reihe des im 2. Halbjahr 2021 neu gegründeten Energie- und Klimaschutznetzwerks Schliebener Land und wurde organisiert vom Klimaschutzmanagement des Amts Schlieben in Zusammenarbeit mit dem Klimaschutzmanagement und der Wirtschaftsförderung des Landkreises Elbe-Elster, der Brandenburgischen Energie Technologie Initiative, der IHK Ostbrandenburg, der IHK Cottbus und der Regionalen Planungsgemeinschaft Lausitz-Spreewald. Als fachkundiger Moderator konnte Gerd Hampel, Moderator des Energie- und Klimaschutznetzwerks Schliebener Land und Sprecher des Fachverbandes Biogas, Regionalverband Berlin-Brandenburg gewonnen werden.

Nach der Begrüßung durch Roland Neumann, Beigeordneter und Dezernent beim Landkreis Elbe-Elster, Andreas Polz, Amtsdirektor im Amt Schlieben, Hannes Walter, MdB und stellvertretender Vorsitzender im Wirtschaftsausschuss sowie stellv. Mitglied im Ausschuss für Klima und Energie sowie Michael Rusch, IHK Cottbus – Referent Energie und Klimaschutz ergriff Daniel Willeke das Wort. Der Netzwerkmanager für Nachwachsende Rohstoffe beim Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften e.V. in Finsterwalde nutzte die Gelegenheit, diese für die ländlich geprägte Region Elbe-Elster bedeutende Aufgabe vorzustellen, für die er mit seinem Team seit einem Monat tätig ist.

Ein wachsender Anteil der Unternehmen in Deutschland hat das Ziel, klimaneutral zu produzieren.

Laut Deutscher Unternehmensinitiative Energieeffizienz (Deneff) dürfte neben dem Ausbau der regenerativen Energieversorgung die Energieeffizienz als Teil der Dekarbonisierung der Produktion und der Stärkung der Versorgungssicherheit angesichts von aktuellen Energiepreisschocks und Lieferkrise nicht vergessen werden. Das größte Problem ist dabei die Dekarbonisierung der Lieferkette, die größtenteils außerhalb des Einflusses der Unternehmen liegt.


In verschiedenen Fachvorträgen aus der Praxis wurden die Teilnehmenden vorbereitet, um künftige Herausforderungen und Fragen zur Klimaneutralität unter Nutzung von Fördermitteln zu begegnen:

Im Impulsvortrag der GUT Cert wurde der Weg vom Energiemanagement zum Klimamanagement beschrieben. Hierzu wurde von GUTCert in Zusammenarbeit mit Ökotec und DENEFF der Leitfaden „VOM ENERGIEMANAGEMENT ZUM KLIMAMANAGEMENT ÜBER 5 STUFEN – IN 14 SCHRITTEN“ publiziert: https://www.gut-cert.de/service/leitfaden-klimamanagement

Ein weiterer Leitfaden der GUTCert zeigt die Schritte für die Transformation für Unternehmen zu Klimaneutralität unter Nutzung von Fördermitteln des Bundes auf:
https://www.gut-cert.de/service/publikationen/leitfaden-transformationskonzepte

Link zu Fördermitteln für Unternehmen:
https://www.deutschland-machts-effizient.de/KAENEF/Redaktion/DE/Dossier/anlagentechnik.html


In weiteren Vorträgen wurden Best-Practice-Beispiele von folgenden Unternehmen und Verbänden vorgestellt, die bereits erste Erfahrungen mit der Einführung eines Klimamanagements und der Erstellung einer Kohlendioxid-Bilanz und den Schritten hin zu einer Klimaneutralität gesammelt haben und wertvolle Hinweise zu relevanten Förderungen gaben:

Mineralquellen Bad Liebenwerda, KLIMAVERBUND MITTELSTAND, Energieagentur Brandenburg, ENGIE Deutschland GmbH, BFE institut für Energie und Umwelt GmbH, HDE.EV.

Durch die Deutsche Energieagentur (dena) wurde das aktuelle Projekt für Energiesparcontracting für Kommunen vorgestellt, für welches noch Bewerberkommunen gesucht werden:
https://www.kompetenzzentrum-contracting.de/startseite/

Im abschließenden Vortrag vom Energie- und Umweltzentrum Allgäu wurde das BÜNDNIS KLIMANEUTRALES ALLGÄU 2030 als deutschlandweit beispielhaftes regionales Bündnis vorgestellt, das Unternehmen, Kommunalverwaltungen, Schulen und Vereine auf dem Weg zur regional verankerten Klimaneutralität sektorübergreifend zusammenführt.

Dabei liegt der Schwerpunkt zunächst auf der Reduktion der Kohlendioxid-Emissionen durch mehr Energieeffizienz und den stärkeren Einsatz von erneuerbaren Energien. Darüber hinaus sollen unvermeidbare Restemissionen durch hochwertige zertifizierte Projekte, die entsprechend Kohlendioxid einsparen, kompensiert werden. Diese Projekte, in der Regel in Entwicklungsländern, sollen vor Ort neben der Kohlendioxid-Einsparung auch die soziale und wirtschaftliche Entwicklung positiv beeinflussen. Zusätzlich ist auch eine Komponente zur Förderung regionaler Projekte geplant.

Erste Nachahmer in Deutschland gibt es bereits.

Die Veranstaltung richtete sich insbesondere an Geschäftsführer, Entscheidungsträger aus Unternehmen, der öffentlichen Verwaltung und aus sonstigen Organisationen.

In künftigen Veranstaltungen zu der Thematik soll auf branchenspezifische Anforderungen eingegangen werden.

Hier finden Sie die Unterlagen zu den Vorträgen:

Tagungsmappe

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