19.12.2025
Neue Variante der Blauzungenkrankheit im Landkreis Meißen nachgewiesen
Handelsrestriktionszone betrifft auch den Landkreis Elbe-Elster – Tierhalter zur erhöhten Aufmerksamkeit aufgerufen
Bei einem Rind im Landkreis Meißen (Freistaat Sachsen) wurde kürzlich der Ausbruch der Blauzungenkrankheit (BTV, Serotyp 8) durch das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigt. Um den Ausbruchsbetrieb wird eine Handelsrestriktionszone mit einem Radius von 150 km eingerichtet. Innerhalb dieser Restriktionszone liegt auch der gesamte Landkreis Elbe-Elster. Der Ausbruch hat unmittelbare Auswirkungen auf die Verbringung von empfänglichen Tieren.
Die Blauzungenkrankheit befällt neben Rindern auch Schafe, Ziegen und Kameliden. Das Virus tritt in verschiedenen Serotypen auf, die sich in ihren krankmachenden Eigenschaften unterscheiden. Nachdem in den vergangenen zwei Jahren in Deutschland ausschließlich der Serotyp 3 für größere Ausbruchsgeschehen verantwortlich war, handelt es sich hierbei um den ersten Nachweis des Serotyps 8 in unmittelbarer Nähe zum Landkreis Elbe-Elster.
Die Übertragung des Virus erfolgt durch Gnitzen (kleine, blutsaugende Mücken). Die Blauzungenkrankheit ist keine Zoonose und stellt keine Gefahr für den Menschen dar. Milch, Fleisch und daraus hergestellte Produkte können uneingeschränkt verzehrt werden.
Klinik
Betroffene Tiere – insbesondere Schafe – zeigen teilweise erhebliche klinische Symptome. Dazu gehören Lahmheit, Fieber, ein gestörtes Allgemeinbefinden mit verminderter Futter- und Wasseraufnahme, Nasenausfluss, vermehrter Speichelfluss mit Schaumbildung sowie Ödeme und Krustenbildungen, insbesondere im Kopfbereich.
Erkrankte Tiere können wieder genesen, in schweren Fällen jedoch auch versterben.
Bitte beobachten Sie Ihre Tiere aufmerksam. Sollten Sie Anzeichen einer Erkrankung feststellen, informieren Sie umgehend Ihren Hoftierarzt sowie das Amt für Veterinärwesen, Lebensmittelüberwachung und Landwirtschaft.
Weiterführende Informationen, die Tierhaltererklärung sowie weitere Hinweise finden Sie auf der Homepage des Landkreises Elbe-Elster unter dem Bereich Amt für Veterinärwesen, Lebensmittelüberwachung und Landwirtschaft (AVVL).
Für Rückfragen stehen wir Ihnen gern unter der Telefonnummer 03535 46-2681 zur Verfügung.




