Kommunen werben für den Erhalt der S-Bahnlinie S4
Die Zukunft der länderübergreifenden S-Bahnlinie S4 steht im Fokus eines öffentlichkeitswirksamen Termins am Freitag, 30. Januar 2026, am Bahnhof Falkenberg/Elster. Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunalpolitik und Verwaltung laden Medien ausdrücklich ein, diesen Termin journalistisch zu begleiten.
Ab 8.30 Uhr wollen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie weitere Akteure aus Brandenburg und Sachsen, darunter auch Landrat Christian Jaschinski und die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Liebenwerda, Claudia Sieber, gemeinsam ein sichtbares Zeichen für den Erhalt der S4-Verbindung von Leipzig über Torgau bis Falkenberg/Elster setzen. Höhepunkt des Termins ist die Abfahrt der S4 um 9.09 Uhr, mit der die Bedeutung der Linie für Pendlerinnen und Pendler, Wirtschaft und Klimaschutz unterstrichen werden soll. Im Anschluss ist ein Austausch zu aktuellen verkehrspolitischen Themen im Verwaltungsgebäude der Verbandsgemeinde Liebenwerda vorgesehen.
Hintergrund des Termins ist die derzeit laufende Abstimmung zwischen den Aufgabenträgern sowie den Ländern Sachsen und Brandenburg zur Fortführung der S4 über das Jahr 2026 hinaus. Während Sachsen seine Unterstützung bereits signalisiert hat, wird von brandenburgischer Seite eine erneute schriftliche Bestätigung der Kostenübernahme für den stündlichen Takt bis zur Landesgrenze erwartet. Eine solche Zusicherung gilt als entscheidend für das anstehende Beauftragungsverfahren und die Finanzierungsentscheidung des Zweckverbandes für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) Anfang März 2026.
Die beteiligten Kommunen Torgau, Beilrode, Arzberg, Falkenberg/Elster sowie die Verbandsgemeinde Liebenwerda erinnern daran, dass die S4 täglich von rund 500 Fahrgästen genutzt wird und eine tragende Achse der öffentlichen Daseinsvorsorge in der Region darstellt.
Bereits im Januar 2025 hatte eine breit angelegte Protestaktion auf die Unverzichtbarkeit der Verbindung aufmerksam gemacht. Ziel bleibt es, den Betrieb der Linie mindestens bis 2030 verbindlich zu sichern.
„Die S4 ist weit mehr als eine Bahnlinie – sie verbindet Menschen, Arbeitsplätze und Regionen über Ländergrenzen hinweg. Unser gemeinsames Auftreten in Falkenberg soll deutlich machen, wie groß die Geschlossenheit und die Dringlichkeit dieses Anliegens sind“, betont Henrik Simon, Oberbürgermeister der Stadt Torgau und Sprecher der Interessengemeinschaft „Erhalt der S4“. Die Verbandsgemeindebürgermeisterin Claudia Sieber ergänzt, dass die Protestaktion im Januar 2025 keine „Eintagsfliege“ war, sondern sie selbst immer wieder mit intensiven Gesprächen und persönlichem Einsatz darauf gedrungen hatte, die Entscheidungsträger beider Bundesländer in die Pflicht zu nehmen.
Medienvertreterinnen und -vertreter sind herzlich eingeladen, vor Ort Eindrücke zu sammeln, O-Töne einzuholen und über die aktuelle Lage sowie die weiteren politischen Weichenstellungen zu berichten.




