02.04.2026
Das Kirchhainer Gräberfeld: Die Besiedlung unserer Region in der Bronzezeit
Jens Lipsdorf stellt am 30. April im Museum Schloss Doberlug neue archäologische Erkenntnisse vor
Vom Sommer 2024 bis zum Frühjahr 2025 fanden auf dem Gelände der Doberlug-Kirchhainer Berg-Grundschule archäologische Untersuchungen statt. Dabei legten Archäologen Gräber aus der Bronzezeit, insbesondere der Lausitzer Kultur, frei, dokumentierten und bargen Material. In einem Vortrag stellt Jens Lipsdorf am 30. April um 17.00 Uhr im Museum Schloss Doberlug die Grabungen vor. Eintritt 8,00 Euro, ermäßigt 6,00 Euro. Aufgrund der begrenzten Platzanzahl wird um verbindliche Voranmeldung unter Tel. 035322 6888520 oder E-Mail museum-schlossdoberlug@lkee.de gebeten.
Die Lausitzer Kultur datiert in die Zeit von 1.400 v. Chr. bis 500 v. Chr. Sie ist damit der mittleren und späten Bronzezeit sowie der frühen Eisenzeit zuzuordnen und von der Niederlausitz bis nach Sachsen nachweisbar. Aber wer waren die Träger dieser Kultur, und woher kamen sie? Hinterließen sie nur schöne Keramik, oder prägten sie auch die Landschaft und veränderten die Umwelt? Das plötzliche Ende dieser Kultur verleitet zu vielen Spekulationen: Was davon kann nachgewiesen werden? Der Vortrag gibt anhand der aktuellen Grabungsergebnisse einen kleinen Einblick zur regionalen Archäologie und Geschichte. Jens Lipsdorf, Jahrgang 1967, studierte Archäologie und Kunstgeschichte und war vier Jahre in der Tagebauarchäologie in Jänschwalde und Welzow tätig. Seit 2002 leitet er das Büro für Archäologie und Baudenkmalpflege. Lipsdorf ist Vorsitzender der Niederlausitzer Gesellschaft für Geschichte und Landeskunde.




