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25.000 Euro Preisgeld für den Schulwettbewerb „Klimaschutz ist (eine) Kunst“

Landkreis Elbe-Elster gewinnt beim Bundeswettbewerb „Klimaaktive Kommune 2016“

Kinder der Grundschule Bad Liebenwerda beim Wissensteil des Wettbewerbs

Der Landkreis Elbe-Elster gehört zu den Gewinnern beim Wettbewerb „Klimaaktive Kommune 2016“. Die Auszeichnung wurde für den 2014 vom Landkreis ausgerichteten Schulwettbewerb „Klimaschutz ist (eine) Kunst“ 28. November 2016 vergeben. Schülerinnen und Schüler von der ersten bis zur sechsten Klasse konnten durch Recycling und Upcycling von ausrangierten (Werk-)Stoffen Kunstobjekte schaffen und so einen kreativen Zugang zum Thema Klimaschutz finden. Ausgeschrieben wird der Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“ vom Bundesumweltministerium und dem Deutschen Institut für Urbanistik. Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Landrat Christian Heinrich-Jaschinski nahm heute den Preis in Berlin entgegen. Das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro ist in die Umsetzung weiterer Vorhaben zum Klimaschutz oder zur Anpassung an den Klimawandel zu investieren. Heinrich-Jaschinski dazu: „Aus dem Klimaschutzkonzept des Landkreises Elbe-Elster geht hervor, dass der Bereich Mobilität mit einem Anteil von 40 Prozent der größte CO2-Verursacher im Landkreis ist. Aus diesem Grund werden wir das Preisgeld nutzen, um mit zielgruppenspezifischen Aktionen und Informationen die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises auf ihr Mobilitätsverhalten aufmerksam zu machen und Möglichkeiten aufzuzeigen, dieses klimafreundlicher zu gestalten.“

Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks gratulierte dem Landkreis Elbe-Elster und den weiteren Preisträgern. Hendricks: „Die Kommunen zeigen, wie Klimaschutz und Klimaanpassung vor Ort erfolgreich umgesetzt werden können. Kommunen sind Schlüsselakteure bei der Gestaltung eines klimaneutralen Deutschlands. Dieser Wettbewerb bringt wahre Klimaschutz-Erfolgstories auf die Bühne, die viele weitere Kommunen zum Engagement im Klimaschutz motivieren werden. Die Preisträger-Kommunen, aber auch alle anderen Bewerbungen, zeigen: Klimaschutz ist ein wichtiger Impulsgeber für die Entwicklung wirtschaftlich erfolgreicher und zukunftsfähiger Regionen. Denn Klimaschutz steht für Innovation, Lebensqualität und regionale Wertschöpfung.“

hier sehen Sie einen Videomitschnitt des Preisträgers >>

Kreativ zum Klimaschutz
Wie können Grundschulkinder nachhaltig für das Thema Klimaschutz sensibilisiert werden? Auf diese Frage hat der Landkreis Elbe-Elster eine kreative Antwort entwickelt, indem er im Herbst 2014 den Wettbewerb „Klimaschutz ist (eine) Kunst“ initiierte und alle Grundschulen im Kreisgebiet zur Teilnahme einlud. Elf Klassen aus neun Schulen nahmen das Angebot an. Im Anschluss an den Wettbewerb gab es viele Fragen nach einer neuen Wettbewerbsrunde. Davon ausgehend, dass sich viele Kinder zum ersten Mal mit Klimaschutz beschäftigen, bestand der Wettbewerb aus einem Wissens- und einem Kreativteil. So besuchten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler zunächst einen kindgerechten Wissensworkshop. Diesen richtete der Förderverein Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft e.V. im Auftrag des Landkreises aus. Die Schulen konnten zwischen zwei Themenfeldern wählen: „Vom Wald zum Buch – Papierherstellung unter der Lupe“ bzw. „Donnerwetter – Wetter, mehr als Regen und Sturm“. Im folgenden kreativen Wettbewerbsteil galt es dann, selbst aktiv zu werden und gemeinsam Exponate zu verschiedenen Klimaschutzaspekten zu entwickeln. Beim Thema „Müll kommt in Mode – Gib Lumpen ein zweites Leben“ ging es um Ideen, nicht mehr tragbare Kleidung durch „Upcycling“ wieder brauchbar zu machen und damit zu Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung beizutragen. Beim Thema „Klimawissen plakativ von Schülern für Schüler“ war das Ziel, eine Klimakampagne mit Plakaten zum Energieeinsparen sowie Klimatipps zu entwickeln und umzusetzen. Und mit dem Thema „Recycling mal anders“ schließlich sollte ein Bewusstsein für die Nachhaltigkeit von Verpackungsmaterial geschaffen werden. Gefragt waren hier Kunstwerke, nützliche Gegenstände oder Spielideen aus gebrauchten Verpackungen. Regionale Künstler und Eltern, die als Projektpaten gewonnen werden konnten, spornten die Kinder zusätzlich zu kreativen Höchstleistungen an – immer mit Blick auf das Thema Klimaschutz. Das stand auch bei den ausgelobten Preisen im Mittelpunkt. Je Themenschwerpunkt gab es eine Gewinnerklasse, die als Preis einen Tagesausflug in ein regionales Naturmuseum unternehmen durfte. Alle teilnehmenden Grundschulen erhielten eine „Klimabox“ mit umfangreichem Material zur weiteren Vertiefung und Verstetigung des Themas Klimaschutz. 

Kleines Budget und große Wirkung
Für das Projekt stand dem Landkreis nur ein kleines Budget von rund 3.500 Euro zur Verfügung. Daher setzte der Kreis auf Kooperationen und Synergien. Die Preisverleihung, bei der die Auszeichnungen durch den Landrat persönlich übergeben wurden, fand beispielsweise in der zum Erlebnismuseum umgebauten ehemaligen Brikettfabrik „Louise“ in Uebigau-Wahrenbrück statt. Eingebettet wurde sie in einen dort angebotenen Aktionstag mit Experimentierangeboten zu Ressourcennutzung, Umweltbildung und Klimaschutz. Anschließend blieben die im Wettbewerb geschaffenen Exponate noch drei Monate publikumswirksam im Erlebnismuseum ausgestellt. 

Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“
Der Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“ (vormals Wettbewerb „Kommunaler Klimaschutz“) wird seit 2009 im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative ausgelobt. In diesem Jahr wurden insgesamt 99 Beiträge in drei unterschiedlichen Kategorien eingereicht. Der Landkreis Elbe-Elster hat sich mit dem Schulwettbewerb: „Klimaschutz ist (eine) Kunst“ in der Kategorie „Kommunale Klimaaktivitäten zum Mitmachen“ beworben. In dieser Kategorie gab es 44 Bewerber, aus denen drei Gewinner ausgewählt wurden. Weitere Informationen zum Wettbewerb sowie Fotos von der Veranstaltung und vom ausgezeichneten Projekt unter: www.klimaschutz.de/wettbewerb2016

Wettbewerb Kommunaler Klimaschutz 2016

 Vertreter des Landkreises nahmen den Preis am 28. November in Berlin entgegen

 

Kontakt


Herr Matthias Schneller

Kreisentwicklung (Stabsstelle)
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04916 Herzberg
Telefon: 03535 46-1213
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Frau Carmen Finkel

Sekretärin
Ludwig-Jahn-Straße 2
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